Trau‘ Dich!

Letztlich, so Niklas Luhmann, ist Vertrauen das ZUTRAUEN in die eigenen ERWARTUNGEN. Das bedeutet, ich muss mir erst einmal selbst vertrauen und mich mit diesem SELBSTVERTRAUEN trauen, los zu gehen. Gegenseitiges VERTRAUEN ist die Grundlage von menschlichen Interaktionen und immer ein Zustand zwischen wissen und nicht wissen. Für all das braucht es Zuversicht – und für den ZWEIFLER in uns: „ZUVERSICHT meint nicht die Überzeugung, dass alles gut wird, eher das Vertrauen, dass es SINN machen wird.“ (Bernd Schmid)

Der Held in MATRIX hatte keine große Wahl, sich für oder gegen das ABENTEUER zu entscheiden. Die „blaue oder die rote Pille“ würden ihn entweder in dem Leben lassen, das er kannte und an dem er aber zweifelte, oder in einen Sog der sich überschlagenden Ereignisse ziehen. Er wollte wissen, was sich da abspielt und so stand er blitzschnell mittendrin und sollte die Menschheit vor der Übermacht der Maschinen retten. Seine größten DÄMONEN waren dabei gar nicht die Maschinen, sondern seine ständigen SELBSTZWEIFEL, die er erst überwinden musste, bevor er sich und seinen Kräften vertraute. Dadurch lernte er sich vollkommen neu kennen. Auch das kennen wir aus dem wahren Leben: erst durch das Zutrauen zu sich selbst und seine MENTALE KRAFT, mit der er die Dinge und Geschehnisse vor seinen Augen förmlich tanzen lassen konnte, gelang ihm der Durchbruch.

„Sich trauen heißt, einen Moment lang den HALT zu verlieren. Sich nicht trauen heißt, sich selbst zu VERLIEREN.“ Søren Kierkegaard beschreibt in diesen wunderbaren zwei Sätzen, dass es manchmal der kleine Schritt durch die gefühlte UNSICHERHEIT ist, der uns abhält, unser eigenes GLÜCK in die Hand zu nehmen. Würden wir uns TRAUEN, durch diese Passage des Nicht-Wissens, des in-der-Luft-Hängens, des UNPLANBAREN zu gehen, würden wir uns selbst mehr LEBEN.